Psychologische Psychotherapeutin
Dipl. Psychologin
Deutschland ist und war schon immer ein Land, in dem sich Menschen mit vielen unterschiedlichen kulturellen Wurzeln begegnet sind. Diese Begegnungen finden im Alltag, in der politischen Auseinandersetzung, aber auch in Beratung und Therapie statt. Sie bergen immer die Gefahr von Missverständnissen, Abwertungen, Abgrenzungen und Konflikten, aber auch die Chance von Begegnungen, gegenseitigem Lernen, Kooperation und Wertschätzung.
Die Gestaltung einer konstruktiven interkulturellen Begegnung in professionellen Kontexten verlangt sowohl von den BeraterInnen wie auch von den KlientInnen spezielle Lernprozesse, die auf den Ressourcen aller aufbauen. Für TherapeutInnen bedeutet das: Das Bewusstsein der eigenen Wurzeln, Grenzen, Stereotypen, Potenziale und die Neugierde auf das Andere muss für eine professionelle Unterstützung in der Arbeit mit Migrationsfamilien bzw. Menschen mit Migrationshintergrund entfaltet werden.
Es gibt die Gelegenheit, die Arbeit im Stadtteil und länderübergreifende Projekte "live" kennenzulernen.
Lerninhalte und Themen dieses Seminars sind:
Auseinandersetzung mit den eigenen kulturellen Wurzeln und der eigenen Herkunft, mit Genogramm, Zeitlinie und anderen kreativen Gestaltungen, z. B. Bilder, Musik usw.
Interventionen, die sich in einem multikulturellen Setting besonders gut eignen
Umgang mit Sprache, Sprachbarrieren und Übersetzern
Familiäre Muster in bikulturellen Familien
Kulturelle Felder von psychosomatischer Symptombildung
Bedeutung von Wanderung, Flucht, Asyl und neuer Heimat
Bedeutung von Gewalterfahrung im Kontext von Herkunft und Gegenwart
Kooperation von BeraterInnen, Vernetzung, Initiierung von interkulturellen Projekten
Self-Care und Heilungsrituale
Spezielle Übungen zu ausgewählten Themen und an den Fallbeispielen der TeilnehmerInnen
Seminar-Nr. |
Termin |
Zeit |
Ort |
Leitung |
Buchen |
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| W023.12 | 18.–22.06.2012 | Köln | Mohammed El Hachimi Gesa Jürgens |